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Hier
und
Jetzt ist es für das Heilwerden (od. ausgeglichen, rund, in
Harmonie
sein usw.) gaaaanz wichtig die begrenzenden Gewohnheiten bewusst zu
beobachten sobald wir sie leben...
Jaaa, auch hier gilt die Zwei-Seiten-Technik: es
gibt begrenzende und weitende Gewohnheiten *schmunzel*. Die
Gewohnheit selbst ist neutral. Es liegt an uns, wie wir sie einsetzen. Von uns
wird sie je nachdem welche Position wir einnehmen als verdammt, oder
hoch geschätzt, oder gar nicht angesehen.
Ich empfinde sie als eine super praktische Erfindung. Sie entsteht
durch Wiederholung ablaufender Gedanken, Gefühlen und
Handlungen, bis die Routine übernimmt und alles 'wie
von
selbst' geht. So sind die bis dahin gebundenen Kräfte
für die
Erzeugung des gewollten Zustandes wieder frei für Anderes,
oder
Neues...
Für einen Menschen, der sein schöpferisches Potential
leben will und seine Persönlichkeit als 'eigene Welt'
ansieht, gibt es nichts spannenderes, als seine eigenen
Schöpfungen zu erkennen und neu zu entscheiden, ob sie
für
den gewollten und aktuellen Ausdruck noch sinnvoll sind. Der
Schöpfer bei der Arbeit *hihihi*.
Mein Heilsein schreitet munter voran, zu meiner großen Freude
und meinem ausfüllenden Entzücken *lächel*.
Letztens hörte ich mich zu einem Besucher (ich mag die Worte
Patient, oder Klient und ähnliches nicht gebrauchen) sagen: "Dein
Schmerz (oder Problem, Blockade, Krankheit usw.) hat sich
aufgelöst und deshalb ist es jetzt wichtig, dass Du
alles,
was Du wegen ihm getan hast, aufhörst zu tun."
Klingt einfach, ist logisch - und doch steckt da sooooo viel mehr
dahinter und mit drin!
Ich wähle die physische Ebene als
Erklärungsbeispiel, zur Verdeutlichung wie ich das meine:
Stell Dir eine Krankheit vor, z.B. Laktoseintoleranz, die Du viele
Jahre gelebt, erlebt und erfahren hast. Bei dieser Krankheit
können die Symptome gelindert werden, sobald z.B.
Milchprodukte
aus dem Nahrungsangebot entfernt wird. Kuhmilch ist in vielen
hergestellten Lebensmitteln enthalten, die wegen der Krankheit gemieden
werden müssen.
So weit, so klar und so einfach.
Gehen wir eine Schicht tiefer:
Ein Mensch hat mit einer Krankheit gelebt.
Das bedeutet z.B. er hat sich über seine Krankheit informiert
und
damit beschäftigt. Er hat viele Meinungen kennen gelernt, viel
über Ursachen, Theorien und Heilung, oder Milderung gelesen...
Ein Mensch hat eine Krankheit erlebt.
Das bedeutet z.B. er hat Leidensgenossen getroffen, sich mit ihnen
verbunden gefühlt, evtl. eine Hilfegruppe besucht, oder einen
Kurs...
Ein Mensch hat seine Krankheit erfahren (oder
die Krankheit gelebt).
Das bedeutet z.B. er hat nach dem Verzehr von Milchprodukten die
körperlichen Reaktionen am eigenen Leib erfahren...
Auch das ist noch einfach, klar und nachvollziehbar, weil wir uns auf
der physisch greifbaren (mit unseren fünf Sinnen erfassbaren)
Ebene und den am nächst gelegenen Ebenen befinden.
Doch der Mensch ist mehr, viiiiiiel mehr...
Wir Menschen haben nicht nur fünf physische Sinne, sondern
auch
noch Emotionen und Gedanken. Mit ihnen sind viele Ebenen
verbunden, die weder sichtbar, noch greifbar sind. Sie wurden in vielen
Modellen, Beispielen und Geschichten beschrieben und doch nur von
wenigen in Klarheit gewusst. Daher hört hier die
Nachvollziehbarkeit über unsere fünf physischen
Sinne
auf und die Individualität (das Interpretieren) beginnt...
Das bedeutet: Du wirst gebraucht. DU, alles, was Du bist! Setze all
das ein, damit Du Deine, Dich begrenzende Gewohnheit beendest,
solltest Du das wollen.
Gehen
wir noch eine Schicht tiefer:
Eine Gewohnheit, über Jahre gelebt, wurde von Dir mehr und
mehr in
alle Deine Existenz-Ebenen integriert (sozusagen aufgebaut, ausgebaut
und perfektioniert), die mit dem Gelebten, Erlebten und Erfahrenen, in
diesem
Zusammenhang, berührt und verbunden sind. Deshalb
können
Illusionen existieren, Persönlichkeitsstrukturen
gebildet werden, deshalb
kannst Du Deine Umwelt
auf individuelle Art und Weise wahrnehmen und deshalb kannst
Du
Deine
Gefühle und Gedanken benutzen, um Dich immer tiefer zu
verstricken
und z.B. an Verhaltensweisen zu binden...
Je bewusster Du Deiner Selbst und den von Dir benutzten Methoden bist,
je einfacher wird es für Dich sein, die vielen Verbindungen,
welche Du für Deine integrierte Gewohnheit aktiviert hast, zu
lösen. Einfach, weil Du einige Deiner Existenz-Ebenen kennen
gelernt hast und weil Du dieses Vorgehen schon viele, viele male auf
Deinem Weg gemacht hast und nun Deine Werkzeuge kennst. Der "Lohn" des
zurückgelegten Weges zeigt sich jetzt - diese Gewohnheit macht
Dein Agieren hier leicht *kicher*.
Nun zurück zu dem Laktose-Beispiel. Der 'Geheilte' darf nun
Milchprodukte essen, weil die Krankheit selbst beendet wurde. Er kann
trotzdem noch Blähungen in Zusammenhang mit der Milch
bekommen,
sobald er z.B. in Bezug auf seine Heilung noch "unverdaute
Vorstellungen"
hat, an die Heilung 'nicht glaubt', die gewohnten Symptome weiterhin
erwartet und vieles mehr. Die Existenz-Ebene der Gedanken ist
mächtig und der
körperlichen Existenz sehr nahe und vielfältig
verbunden!
Dazu kommt die (mächtige und der körperlichen
Existenz
sehr
nahe und vielfältig verbundene) Emotionale Existenzebene, d.h.
alle
Gefühle, die in Zusammenhang mit Milch während der
Krankheit
gelebt wurden. Gemeinsam wird der aktuelle Ausdruck
geschaffen. Alle Sehnsüchte, alle Verbote, jede
trotzige
Handlung usw. wollen jetzt gesehen (Raum geben), ausgeglichen (Gegenpol
aktivieren) und aufgelöst (loslassen, verabschieden,
entsorgen)
werden, bis die Wandlung (das Heilsein) zu diesem Thema wahrhaftig
abgeschlossen ist.
So kann ein "Geheilter" die Symptome seiner Krankheit behalten (oder
meinen, immer noch krank zu sein...), wenn und weil er eigentlich noch
nicht wirklich bereit ist, gesund zu sein (über diese
Perspektive
können Phantomschmerzen z.B. einer entfernten Galle erfasst
werden). Anders ausgedrückt:
wenn er den Nutzen seiner Krankheit noch nicht loslassen will...
*
Hmm, das
kann wieder ganz leicht missverstanden werden, deshalb noch ein kleiner
Schlenker:
Wir bauen unsere Persönlichkeit. Wir bauen an ihr in jedem
Moment.
Dafür nutzen wir unterschiedliche Ebenen der Existenz (in
dieser Betrachtung erst mal drei: Körper, Gefühle und
Gedanken).
Das Ergebnis ist der Ausdruck unserer aktuellen Persönlichkeit
in der jeweiligen Situation.
Die Situation hat uns 'etwas' angeboten, sie ist sozusagen wie eine
Platform (eine Bühne, ein Bereich, ein Raum o.ä.).
Das 'Etwas' nutzen wir für unser Bauvorhaben.
Wollen wir in uns Schmerz erzeugen (z.B. Zweifel), so bauen wir anders,
als
für Harmonie (z.B. Vertrauen).
Der Nutzen, eingeschränkt auf diese Perspektive, kann als
Bauvorhaben verstanden werden.
*kicher* entweder es ist jetzt klarer, oder vollkommen verwirrend
*hihihi* - lass es einfach wirken, Du hast es aufgenommen, jetzt wird
gebaut *schmunzel*...
*
Na, ist der Mensch großartig? Wow! Ich bin immer wieder von
den
Socken, wie vielfältig wir sind!
Also, solltest Du Dich z.B. von einem Schmerz befreien wollen, dann ist
es wichtig Deine Gedanken, Deine Gefühle, Deine Handlungen
(z.B. Dein Verhalten) zu beobachten, über das Beobachtete
nachzusinnen, zu fühlen, ob Du das noch ausdrücken
willst und Dich dann zu entscheiden, was und wie Du daran 'bauen'
magst.
Ja, und
es
bekommt immer und immer mehr Tiefe zu sagen:
Dies ist meine Wahrheit und mein Wissen.
Brigitte CH'AN*KA*RII
PS: diesen Text widme ich (mit freudigem Erinnern) Karin, welche ich am
12.04.14 bei Inge 'behandelt' habe *lächel*.